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Stadt Geislingen (Druckversion)

Berichte & Protokolle

Berichte & Protokolle

Kurzbericht aus der Sitzung des Gemeinderates vom 22.01.2020

Top 1 – Bürger fragen
Es gab keine Fragen von Seiten der Bürger.
 
Top 2 – Beratung und Verabschiedung des Haushaltsplans mit Haushaltssatzung 2020 und des Wirtschaftsplans des Eigenbetriebs "Wasserversorgung Geislingen" 2020
Nachdem in der Sitzung des Gemeinderats vom 18. Dezember 2019 der Haushalt von Bürgermeister Oliver Schmid und Stadtkämmerer Oliver Juriatti ausführlich vorgestellt wurde, eröffnete der Vorsitzende die Beratungsrunde.
 
Für die Fraktion der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) führte Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pauli Folgendes aus:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schmid, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat,
die Anforderungen an uns als Gemeinde wachsen, nicht jedoch, so wie es aussieht die Einnahmen. Diesem Spagat müssen wir gerecht werden.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schmid, es war wichtig und richtig in Ihrer Haushaltsrede darauf hinzuweisen.
Noch viel wichtiger und richtiger ist es, dass der Haushalt dem Rechnung trägt und sich auf das Notwendige beschränkt.
Die Fraktion der CDU mit unserer neuen Kollegin der Grünen begrüßt sehr die Chancen im neuen Haushaltsrecht, bei dem auch die Abschreibungen mitbewertet werden. Das ist nur ehrlich, nachhaltig und generationengerecht. Es spiegelt den wirklich vorhanden finanziellen Spielraum wieder, so wie er tatsächlich ist.
Im vorliegenden Entwurf, für den wir uns bei unserem Kämmerer Oliver Juriatti, mit seinem Team, ganz herzlich bedanken wollen - auch dafür, dass er uns noch im Jahr 2019 vorgelegt werden konnte - ist aus unserer Sicht die Anstrengung seitens der Verwaltung erkennbar, sinnvolle Schwerpunkte zu setzen, ohne andere Baustellenvöllig auszublenden.
Der Haushalt selber gewichtet eindeutig - vom Gemeinderat bewusst so gewünscht - die Kinderbetreuung. Allein für unsere Schule am Ort investieren wir in diesem Jahr weitere 2,5 Mio Euro und auch unsere Kinderbetreuungseinrichtungen haben wir deutlich im Blickfeld.
Des Weiteren finden sich Infrastrukturmaßnahmen wieder. Das ist vielleicht nicht sexy weil man da im wahren Sinne des Wortes das Geld im Boden vergräbt. Trotzdem ist es notwendig und es gibt im Ort doch einige marode Straßen und Wasserkanäle die dringend der Ertüchtigung bedürfen.
Wo wir hier aber einhaken möchten sind zwei Maßnahmen. Das eine ist der Gemeindeverbindungsweg. Wir bitten die Verwaltung dahingehend zu prüfen ob es die Möglichkeit gibt diesen zu schieben, ohne dass deswegen Unterstützungsgelder versagt bleiben und es dann hinterher teurer für uns wäre. Deshalb schlagen wir einen Sperrvermerk vor, so dass wir dann darüber befinden können, wenn die Faktenlage klar ist. Dass in nächster Zeit eine Optimierung zu erfolgen hat ist unstrittig.
Die zweite Maßnahme ist die Straßensanierung Beundgasse. Es gibt in der Gesamtstadt Straßen die in einem deutlich schlechteren Zustand sind und wir fragen uns wirklich warum jetzt gerade die Beundgasse und nicht beispielsweise das Teilstück zwischen Gartenstraße und Rosenstraße, die Broßstraße, die Goethestraße, die Alleenstraße die insbesondere für Radfahrer zwischenzeitlich ein echtes Gefahrenpotential aufweist, und und und.
Deshalb beantragen wir hier ebenfalls eine weitere Prüfung, gerne mit Sperrvermerk.
Um die Renovierung unserer Straßen insgesamt voranzubringen und da mit einer ausreichenden Objektivität arbeiten zu können, schlagen wir vor, die anstehenden Straßen der Gesamtgemeinde insgesamt nach Dringlichkeit zu priorisieren und Jahr für Jahr abzuarbeiten.
Wir, die Fraktionsgemeinschaft der CDU und der Grünen halten den Haushalt insgesamt für stimmig und werden ihn, gerne eingedenk der Würdigung unserer Vorschläge, so mittragen.
 
Für die Fraktion der Aktiven Bürger führte Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Jürgen Weger Folgendes aus:
Uns liegt der vorerst letzte Haushalt vor, der von den Investitionen in unseren Schul­campus geprägt ist. Im Jahr 2020 werden nochmals 2,6 Mio. € für die Sanierung unserer Grundschule ausgabewirksam werden. Letztendlich werden wir in Summe ungefähr 13 Mio. € für die Zukunft unserer Schüler investiert haben.
Wie richtig diese Mega-Investition war, zeigt die positive Entwicklung der Kinderzahlen in unserer Stadt. Eine gute Auslastung von Grund- und Gemeinschaftsschule in den nächsten 10 Jahren sollte gegeben sein.
Hoffen wir, dass die Kultusministerin ihre Hausaufgaben ebenfalls macht und für eine gute Ausstattung mit Lehrkräften und unterrichtsunterstützender Software sorgt.
250.000 € für die Breitbandanbindung der Schule sind eine weitere zukunftsorientierte Maßnahme für die Ausbildung unserer Kinder.
Die vom alten Gemeinderat verabschiedeten Sanierungsmaßnahmen in unserem Schlossparkbad werden im Jahr 2020 mit 450.000 € zu Buche schlagen.
Viele Gemeinden legen ihre Bäder still, da diese ein reiner Zuschussbetrieb sind. Auch in Geislingen ist das zu deckende Defizit der Bäder sehr groß. Als Kind schwimmen lernen ist jedoch wichtig und wir hoffen, dass unsere Eltern und Bürger die vorhandenen Möglichkeiten dazu auch nutzen.
Die Erneuerung der Technik der Schlossparkhalle in Höhe von 110.000 € ist notwendig und kommt allen Nutzern zugute. Auch ist es eine Investition, die im Wesentlichen unseren Vereinen nützt.
Die Investitionen für Schule, Kindergärten, Vereine, Feuerwehr, Friedhöfe, Schlosspark­halle und Schlossparkbad belaufen sich in Summe auf etwa 3,6 Mio. € - ein wirklich stolzer Betrag für soziale Maßnahmen.
Wegen der aktuellen Geburtenrate und der überaus guten Auslastung unserer Kinder­gärten befürworten die Aktiven Bürger ausdrücklich die Einrichtung einer weiteren Kindergartengruppe in unserem Waldkindergarten. Der Bedarf ist da und glücklicher­weise ohne große Gebäudeinvestition zu decken!
Auch sehen wir die Notwendigkeit zur Schaffung einer Stelle für Schulsozialarbeit an unserer Grundschule. Im Umgang von Schülern untereinander zeigen sich doch teil­weise nicht unerhebliche Erziehungsdefizite.
250.000 € für die erste Teilsanierung des Gemeindeverbindungsweges zwischen Hofstetten und Häsebühlhof sind ärgerliches Geld, dazu haben wir letztes Jahr schon Stellung bezogen. Die Maßnahme bleibt, trotz hauptsächlich überörtlicher Nutzung des Weges, leider gänzlich an Geislingen hängen.
Eine geplante Kreditaufnahme von 500.000 € sehen wir in Anbetracht der vorgesehenen Zukunftsinvestitionen und der immer noch niedrigen Zinsen als vertretbar an. Wir hoffen jedoch, dass durch sparsames Handeln diese nicht voll ausgeschöpft werden muss.
Eine mögliche Beteiligung an der Netze BW bietet Geislingen in der auf Dauer noch ab­sehbaren Niedrigzinspolitik der EZB eine Chance zur Generierung von Zinseinnahmen.
Selbst bei einer 100%igen Kreditfinanzierung bliebe nach Abzug von Tilgung und Steuern für die Stadt ein Zinsplus von vorsichtig gerechnet 2,5%. Der Kreditbetrag wäre gebunden, würde nicht konsumiert und stünde nach Ablauf von 5 Jahren in voller Höhe zur Kredittilgung zur Verfügung. Bei einer möglichen kreditfinanzierten Beteiligung von 1,6 Mio. € würden in den nächsten 5 Jahren dem Geislinger Haushalt jährlich ca. 40.000 € an Zinsen zufließen können. In den fünf Jahren Bindungsfrist also ca. 200.000 €.
Ein wahrlich gutes Geschäft für Geislingen und deshalb werden die Aktiven Bürger das so befürworten.
Hoffentlich finden wir diesbezüglich Unterstützung beim Landratsamt und erhalten von dort eine positive Entscheidung zugunsten unserer Stadt.
Auch der dritte doppische Haushalt von Geislingen kann die zu berücksichtigenden Abschreibungen nicht erwirtschaften und somit nicht ausgeglichen werden.
Am Beispiel der Entscheidung des Landtages zur Einführung der Doppik in Kommunen kann man die vielfach vorhandene Politikverdrossenheit nachvollziehen. Die Kommunen können wegen den zu berücksichtigenden Abschreibungen keinen ausgeglichenen Haushalt schaffen und müssen bluten, während das Land für sich selbst die Doppik nicht einführt.
Die Fraktion der Aktiven Bürger bedankt sich bei unserem Kämmerer für den eingebrachten Haushalt und wird diesen unterstützen.
 
Für die Fraktion der Freien Wählervereinigung (FWV) führte Fraktionsvorsitzender Torsten Acker Folgendes aus:
Sehr geehrter Herr Schmid,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
meine Damen und Herren,
für viele von uns hier im Gremium ist die Einbringung des Haushalts eine neue und zugleich spannende Aufgabe. Durch die Umstellung auf den doppischen Haushalt wird jedoch die Übersicht einfacher und es können nun schneller und effizienter die Kennzahlen und Ziele ermittelt werden. Den vorliegenden Haushaltsplan erachten wir von der Fraktion der „Freien Wähler Vereinigung“ als absolut bedarfsgerecht und zielorientiert. Wenn auch die künftigen Jahre finanziell nicht allzu viel Spielraum lassen, so wurde doch mit einem Weitblick der Haushaltsplan erstellt.
Wenn man die momentane wirtschaftliche Lage in Deutschland betrachtet, so erkennt man eine abschwächende Konjunkturphase. Die Niedrig-Zins-Politik der Banken veranlasst die Grundbesitzer eher an ihrem Kapital fest zu halten und auch die weltpolitische Situation hat sich in letzter Zeit eher zugespitzt als entspannt.
Nichts desto trotz dürfen wir die Projekte der Gesamtstadt nicht aus den Augen verlieren und mit klugen Investitionen die Zukunft sowie die Attraktivität unserer Stadt sichern.
Die anstehenden Großprojekte wie die notwendige Sanierung der Kanäle - insbesondere der Vorstadtstraße, dem Breitbandanschluss der Schule und den Haushalten oder den Gemeindeverbindungsweg „Bei den Höfen“ müssen berücksichtigt werden.
Nicht zu vergessen, die bisherige Mammutaufgabe mit der Schulsanierung, die in diesem Jahr den Abschluss findet.
Ein wichtiger Aspekt in der Planung sollte immer auf das Wohl der gesamten Einwohnerschaft gelegt werden, sei es in Kindergärten, den Vereinen, den Unternehmern und Einzelhändler oder der Senioren. Alle tragen ihren Teil dazu bei, dass die Gesamtstadt lebens- und liebenswert bleibt.
Weitere notwendige und sicherheitsrelevante Maßnahmen dulden ebenfalls keinen Aufschub und es müssen natürlich auch die laufend anfallenden Kosten gedeckt werden.
Wenn es auch in den nächsten Jahren heißt, den Gürtel etwas enger zu schnallen, so sind wir auf einem guten Weg, die Klimastadt Geislingen mit ihren Teilorten auch zukünftig attraktiv und familienfreundlich zu gestalten.
Zum Schluss möchte ich mich noch bei der Verwaltung bedanken, insbesondere bei dem Kämmerer Herrn Juriatti und seinem Team.
Unsere Fraktion wird dem Haushalt in vorliegender Version zustimmen.
      
Für die Fraktion der Sozialökologischen Liste (SöL) führte Fraktionsvorsitzender Friedrich Klein Folgendes aus:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schmid,
sehr geehrte Rathaus-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter,
liebe Gemeinderats-Kolleginnen und -kollegen,
zunächst will ich mich meinen Vorrednern anschließen, der Verwaltung ein Lob aussprechen und „danke“ sagen für die zeitnahe Vorlage des Haushalts 2020. Ein besonderer Dank gilt Kämmerer Oliver Juriatti, nicht zuletzt auch für die ausführlichen Erläuterungen zu dem umfangreichen Werk, die er uns anlässlich unserer Vorbesprechung gegeben hat.
Ja, wir haben es mehrfach gehört: Angeblich ziehen dunkle Wolken über Geislingen herauf, die bisher munter sprudelnden Finanzquellen drohen zu versiegen, die Liste unserer Wunschprojekte ist viel zu lang und – schlimmer noch – wir bürden uns dauerhafte Lasten auf, die wir nicht mehr loswerden.
Der „Wetterbericht“, auf den wir von der Sozial-Ökologischen Liste uns stützen, sieht zum Glück nicht ganz so schlecht aus, ich sage mal: „heiter bis wolkig“.
Woher nehmen wir den Optimismus?
Nun, zum einen geht auch die jüngste Steuerschätzung unvermindert von weiteren Steigerungen des Steueraufkommens aus und beileibe nicht von einer Stagnation. Zwar wird die Wirtschaft im Jahr 2020 nicht so stark wachsen wie in den vergangenen Jahren, aber sie wird wachsen, und für die Folgejahre ist sogar wieder ein stärkeres Wachstum prognostiziert. Zum zweiten wissen wir alle – zumindest die Kolleginnen und Kollegen, die dem Gremium schon länger angehören – dass die jeweiligen Jahresabschlüsse immer besser ausfallen als im Haushaltsplan prognostiziert, der ja – richtigerweise – von starker Vorsicht geprägt ist. Und zum Dritten: Ein nicht unerheblicher Grund dafür, dass unser Haushalt als nicht ausgeglichen gilt, ist der, dass wir seit der Umstellung auf die Doppik auch Abschreibungen erwirtschaften müssen. Die Problematik eines nicht-ausgeglichenen Haushalts trifft sehr viele Kommunen, man könnte sie fast als systembedingt bezeichnen, und ich kann mir vorstellen, dass der Gesetzgeber in diesem Punkt auch nochmal nachjustieren muss.
Wir sollen die Ausgaben senken und die Einnahmen erhöhen – leichter gesagt als getan. Wir erwarten von der Verwaltung zu diesem Punkt aber nicht nur pauschale Aussagen oder ein Lamento, sondern konkrete Vorschläge! Die müssen dazuhin mit den seit längerem diskutierten Idealen und Zielen – meiner Erinnerung nach gab es hierzu jeweils Konsens! -  in Einklang gebracht werden; ich nenne nur ein paar Beispiele:

  • klimaneutrale Stadt
  • mit besonders guten Bildungs- und Betreuungseinrichtungen
  • attraktiv, mit vielen Einkaufsmöglichkeiten und einladenden Orten zum Verweilen – Stichwort: Vorstadtstraße – wie schon öffentlich vorgestellt mit Prof. Reschl
  • Digitalisierung

Darüber hinaus will ich daran erinnern, dass es mal eine Projektgruppe gab, die sich mit der Zukunft unseres Schlosses befassen wollte – einem Alleinstellungsmerkmal für die Stadt, einem Kleinod, das derzeit keine adäquate Nutzung erfährt.
Es gibt also jede Menge zu tun und es bedarf allergrößter Anstrengungen, die Attraktivität der Stadt zu erhalten oder zu steigern. Daneben gibt es auch unspektakuläre, aber teure „Daueraufgaben“ wie die Erhaltung und der Ausbau unseres Straßen- und Kanalnetzes.
Wie soll das alles finanziert werden? Das ist die spannende Frage. Einen Dukatenesel gibt es leider nicht. Vielleicht müssen wir alle verstärkt unsere Stimme erheben und bei den Verantwortlichen in Bund und Land die Einhaltung des Konnexitätsprinzips stärker einfordern, d.h. dass der, der die „Musik bestellt, sie auch bezahlt“ – Stichwort: Kinderbetreuung oder Lärmaktionsplan; vielleicht müssen wir uns auch gegen überbordende bürokratische Vorschriften wehren – ich weise darauf hin, dass wir im nächsten Tagesordnungspunkt über eine Bebauungsplanänderung zu befinden haben, die sich auf ein einziges Grundstück bezieht und wozu uns eine Sitzungsvorlage von sage und schreibe ca. 65 Seiten übersandt wurde.  Das ist der totale Wahnsinn, bindet Ressourcen und kostet viel Geld. Ich könnte hierzu viele weitere Beispiele anführen.
Beim Schloss könnte ich mir vorstellen, dass wir uns mit ganz unkonventionellen Ideen befassen und uns z.B. um „Ankernutzer“ bemühen, möglicherweise staatliche oder kirchliche oder kulturelle Institutionen, oder auch private Investoren mit ins Boot holen.
Die verwaltungsseitig für 2021 vorgesehene Erhöhungen der Grundsteuer B von 300 auf 320 Hebesatzpunkte bringt gerade mal 35.000 € in die Kasse – besser als nichts, aber keine wirkliche Lösung unserer finanziell angespannten Situation. Ähnlich würde es sich mit einer möglichen Erhöhung der Gewerbesteuer verhalten, z.B. von 340 auf 350 Hebesatzpunkte, was ca. 54.000 € einbringen würde, wobei hier der besondere Charme darin bestünde, dass alle Einzelfirmen, auch Kommanditgesellschaften und offene Handelsgesellschaften, bis 350 Punkten die Gewerbesteuer komplett mit ihrer Einkommensteuer verrechnen können, also keinerlei Mehrkosten hätten.
Die SÖL hat noch eine Idee, von der wir glauben, dass sie viel Nutzen in Sachen Klimafreundlichkeit bringt und wenig kostet: Wir schlagen die Ausweisung einer oder evtl. auch mehrerer vorhandener Straßen als Fahrradstraßen vor, auf denen alle Radfahrer, insbes. auch Kinder oder Familien, gefahrlos die Kernstadt durchqueren können und Kindergärten, Schule sowie Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten erreichen können. Wir haben uns hierzu schon intensive Gedanken gemacht und bieten der Verwaltung Unterstützung bei der Planung und Umsetzung eines solchen Projekts an.
Last but not least: Unsere Fraktion wird dem vorgelegten Haushalt zustimmen und wird alle Maßnahmen mittragen, die der positiven Entwicklung der Stadt dienen!
 
Im Anschluss stimmte der Gemeinderat einstimmig dem vorliegenden Haushaltsplan und dem Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs „Wasserversorgung Geislingen“ 2020 zu.
 
Top 3 – Bebauungsplan Hung II, 6. Änderung in Geislingen
Abwägung der im Rahmen der öffentlichen Auslegung und der Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen, Kenntnisnahme des geänderten Entwurfes und Satzungsbeschluss
Der Gemeinderat beschloss die Änderung des Bebauungsplans Hung II.
Es hat sich allgemein Verwunderung breit gemacht über den vom Gesetzgeber geforderten bürokratischen Aufwand.
 
Top 4 – Abrundungssatzung Bolstraße in Erlaheim
(Ergänzungssatzung nach § 34 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 BauGB)
Aufstellungsbeschluss, Kenntnisnahme Entwurf und Beschluss der Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 34 Abs. 4 i.V.m. § 13 und § 3 Abs. 2 BauGB sowie Beteiligung der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 BauGB 
Das Flurstück Nr. 2143 liegt am Ortsrand von Erlaheim und wird von keinem rechtskräftigen Bebauungsplan tangiert. Der südliche Teil des Flurstücks ist bereits bebaut, jedoch möchten die Eigentümer für weitere Teile des Flurstücks die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für Wohnbebauung schaffen und dort ein weiteres Gebäude ermöglichen.
Der Gemeinderat beschloss den Aufstellungsbeschluss für die Abrundungssatzung Bolstraße in Erlaheim.
 
Top 5 – Vertrag zur Übernahme von Tätigkeiten im forstlichen Revierdienst und des Holzverkaufs für den Stadtwald Geislingen durch die Untere Forstbehörde des Landkreises Zollernalb
Da der bisherige Betreuungsvertrag für die Übernahme von Tätigkeiten im Stadtwald Geislingen zwischen der Unteren Forstbehörde des Landkreises und der Stadt Geislingen nach Inkrafttreten des Forstreformgesetzes zum 1.1.2020 infolge des Wegfalls der vertraglichen Geschäftsgrundlage gekündigt werden musste, musste die Übernahme der Tätigkeiten des Holzverkaufes im Körperschafts- und Privatwald sowie des forstlichen Revierdienstes im Körperschaftswald vertraglich neu geregelt werden.
Der Gemeinderat stimmte dem Vertrag zur Übernahme von Tätigkeiten im forstlichen Revierdienst und des Holzverkaufs für den Stadtwald Geislingen durch die Untere Forstbehörde des Landkreises Zollernalb zu.
 
Top 6 – Übernahme einer Ausfallbürgschaft für die Tennisgemeinschaft Geislingen 1982 e.V.
Die Tennisgemeinschaft Geislingen 1982 e.V. plant für das Jahr 2020 für die Generalsanierung von 4 Tennisplätzen mit Entwässerung eine Investition in Höhe von brutto rund 27.500,00 €. Hierfür sind einige Zuschüsse zu erwarten. Für den verbleibenden Betrag in Höhe von voraussichtlich maximal 45.000 € benötigt die Tennisgemeinschaft Geislingen zur Finanzierung für die Sparkasse Zollernalb eine Ausfallbürgschaft. Der Gemeinderat der Stadt Geislingen stimmte der Übernahme einer Ausfallbürgschaft für die Tennisgemeinschaft Geislingen 1982 e.V. zu.
 
Top 7 – Annahme von Spenden 
Der Gemeinderat der Stadt Geislingen stimmte der Annahme folgender Spenden zu:
-       Geldzuwendung in Höhe von 200,00 Euro für das Feuerlöschwesen durch die SV Sparkassen Versicherung, Bereich Feuerwehrförderung mit Sitz in Kassel.
-       Geldzuwendung in Höhe von 500,00 Euro für Werkzeuge zugunsten der Kindertagesstätte Pusteblume durch die Sparkasse Zollernalb.
-       Geldzuwendung in Höhe von 900,00 Euro zugunsten des Waldkindergartens der Kindertagesstätte Pusteblume durch den Elternbeirat.
 
Top 8 – Baugesuche 
Der Gemeinderat behandelte folgende Baugesuche im Baugenehmigungsverfahren:
 
a)    Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung, unterkellerter Doppelgarage und Stellplatz, Fleiner Straße 6, 72351 Geislingen
Beschluss: Der Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben zu.
b)    Errichtung einer Großraumgarage mit Erdanfüllung und Umsetzung der bestehenden Garage innerhalb des Flurstücks, Hebelweg 4, 72351 Geislingen
Beschluss: Der Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben zu.
c)    Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage auf bestehenden Keller, Warnberghof 1, 72351 Geislingen-Binsdorf
Beschluss: Der Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben zu.
d)    Neubau einer Zapf-Doppelgarage mit Flachdach, Habsburgstraße 27, 72351 Geislingen-Binsdorf
Beschluss: Der Gemeinderat lehnte das Bauvorhaben ab.
e)    Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit Stellplätzen und Garage, Ruomser Straße 3, 72351 Geislingen
Beschluss: Der Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben zu.
f)     Neubau eines Zweifamilienhauses mit Doppelgarage und Carport, Uhlandstraße 4, 72351 Geislingen
Beschluss: Der Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben zu.
g)    Neubau eines Einfamilienhauses, Hirschstraße 13, 72351 Geislingen
Beschluss: Der Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben zu.
 
Top 9 – Verschiedenes
Unter diesem Tagesordnungspunkt gab es keine weiteren Informationen.

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